Asthma bronchiale

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Unter Asthma bronchiale versteht man eine chronische Entzündung der Atemwege, die verschiedene Ursachen haben kann.

Eine permanente Schwellung der Schleimhaut in den Atemwegen und eine Verkrampfung der Bronchialmuskulatur führt zu einer Veränderung in den Bronchien. Die Einatmung ist möglicherweise behindert, aber vor allem das Ausatmen ist besonders schwer. Ähnlich eines halb geleerten Wasserglases, kann bei unzureichender Ausatmung auch nur wieder ein Teil Luft eingeatmet werden, es entsteht Atemnot. Desweiteren führen die Veränderungen der Bronchialschleimhaut zu einer generellen Überempfindlichkeit für Atemwegsinfektionen.

Die Ursachen des Asthma bronchiale sind verschieden, man unterscheidet:
A allergisches Asthma:
Hier sind allergieauslösende Substanzen wie zum Beispiel Tierhaare, Hausstaub oder Gräserpollen für eine Schwellung der Bronchialschleimhaut verantwortlich. Eine Desensibilisierung kann hier unter Umständen hilfreich sein. In der Regel kommen hier Inhalationssprays mit Cortison oder mit speziellen die Bronchialmuskulatur entkrampfenden Substanzen zum Einsatz.
B nicht - allergisches Asthma:
Hier reagiert das Bronchialsystem auf äußere Faktoren wie Rauch, kalte Luft, Stress oder auch Medikamente. Die Behandlung erfolgt auch hier mit Inhalationssprays die Substanzen enthalten, die für eine Abschwellung der Schleimhaut in den Bronchien und für eine Entkrampfung der Bronchialmuskulatur sorgen.
C Anstrengungsasthma:
Das Bronchialsystem reagiert auf die körperliche Anstrengung etwa 30 Minuten nach Beginn der Belastung oder sogar erst nach Beendigung der Anstrengung. Atemnot und / oder anhaltender Husten stellt hier eine enorme Belastung dar. Dennoch ist dies kein Grund, Sport oder körperliche Anstrengung zu meiden. Eine durchdachte Trainingsplanung oder der bedarfsgerechten Gebrauch von Inhalationssprays sind Grundpfeiler der Therapie.

Der wichtigste Therapiebaustein ist eine regelmäßige Kontrolle der Lungenfunktion durch den Arzt. Hierzu wird der Arzt die Lunge abhören und Strömungsgeräusche zu prüfen. Außerdem wird eine Spirometrie oder eine Bodyplethysmographie gemacht. Diese Untersuchungen geben Aufschluss über die Atemleistung der Lunge.

Vitalkapaziät (VC) = wie viele Liter Luft passen in die Lunge
Forcierte expiratorische Vitalkapazität ( FVC ) = wie viele Liter Luft können maximal ausgeatmet werden
Forcierte inspiratorische Vitalkapazität ( IVC) = wie viele Liter Luft können maximal einngeatmet werden
Forciertes expiratorisches Einsekundenvolumen (FEV1) = wie viele Liter Luft können in der ersten Sekunde unter maximaler Anstrengung ausgeatmet werden

Was Sie selber tun können:
Meiden Sie, falls es für Sie zutrifft, Ihre Allergieauslöser. Besprechen Sie mit Ihrem Arzt die Allergietherapie.

Treiben Sie Sport. Regelmäßige sportliche Betätigung in Ausdauersportarten führt zu einem Training der Atemhilfsmuskulatur, zu einer verbesserten Durchblutung der Bronchialschleimhaut, zu einer verminderten Infektanfälligkeit und zu einer verbesserten Stressverarbeitung.

Nicht Rauchen, da das Rauchen neben Nikotin und Teer weitere schädigende Substanzen enthält. Die Bronchialschleimhaut schwillt noch mehr an und die ohnehin verkrampfte Bronchialmuskulatur wird zusätzlich beansprucht.

Meiden Sie kalte Luft. Bei Temperaturen unter dem Gefrierpunkt ist ein Tuch oder ein Schal ein hilfreiches Mittel um die Atemluft etwas vorzuwärmen.

Meiden Sie Raumsprays, ätherische Öle und Duftkerzen, da diese Substanzen eine enorme Reizung für das Bronchialsystem darstellen.